Sterbeamme- Lebensamme – was ist das?

Sterbeammen (nach Claudia Cardinal) erleichtern Menschen den Abschied vom Leben, wir begleiten sowohl Sterbende als auch Trauernde und Menschen mit Ängsten, die in einer Lebenskrise stecken, deswegen ist eine Sterbeamme auch zugleich eine Lebensamme. Wir haben Werkzeuge erarbeitet, um die seelischen Nöte von Menschen zu lösen, die mit Krankheit und Tod konfrontiert werden.

Wir unterstützen Menschen darin, den größtmöglichen Frieden mit dem Leben, als auch mit ihren nahen Angehörigen zu erreichen. Grundlage unserer Arbeit ist ein freibleibendes spirituelles Weltbild, das die Überzeugungen der Betroffenen bedingungslos akzeptiert.

Das Erlösen von Ängsten

Ein zentrales Thema dabei ist das Erlösen von Ängsten, für das wir ´Werkzeuge´ erarbeiten (medikamentenfreie Anxiolyse). Das Verwandeln und Erlösen von Problemen und Ängsten kann Folgeerkrankungen und Traumata verhindern.

Unterschied einer Sterbeamme zur Sterbebegleitung im Hospiz und zu einer Therapie

Es ist wichtig, Menschen ab dem Moment zu begleiten, indem sie a) eine lebensbedrohliche Diagnose erhalten haben, und/oder b) einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben. Unsere Aufgabe ist es, Ängste, Furcht, Sorgen und Panik zu verwandeln.

Das unterscheidet unsere Arbeit in Abgrenzung zur wichtigen Hospizarbeit, die erst viel später einsetzt und die u.a. die Grundbedingung erfüllt, Sterbende nicht allein zu lassen. Sterbeammen gehen die aufkommenden Probleme praktisch an mit dem Ziel, eine Verwandlung zu erreichen.

Die wichtige Arbeit von Therapeuten unterscheidet sich zu der einer Sterbeamme, durch das bewusste Einsetzen von Ritualen, dem metaphorischen Bilderstellen (nach Claudia Cardinal), heilsamen Märchen und Geschichten, Musik & Gesang (in meinem Fall), sowie der Verbindung einer geistigen Dimension.

Das Denken auf den Kopf stellen

Wenn man bedenkt, dass die Diagnose ´Depression´ zu 80-85% aus einer unverarbeiteten Trauer entsteht/entstanden ist, erkennt man, wie wichtig es ist, sein ´Denken auf den Kopf zu stellen´ und eine neue Herangehensweise zu wagen.

Unser Gegenüber ist Experte

In der Begleitung ist unser Gegenüber der Experte und wir arbeiten frei von jeglicher Institution und Konfession, undogmatisch.

Den Schmerz kann uns keiner nehmen, aber wir können Ängste, Sorgen, Furcht, Panik und Probleme verwandeln und in der Trauer unterstützen. Dafür haben wir Werkzeuge zur Verfügung.

Um entweder einen friedvollen Tod für alle Beteiligten vorzubereiten, wenn die Zeichen auf Abschied stehen.

Oder um ein sinnerfülltes Weiter- Leben zu ermöglichen, in dem Traumata und Folgeerkrankungen verhindert werden können.

Da Sterbeamme/Lebensamme ein Beruf ist, ist er kostenpflichtig und wird nicht ehrenamtlich ausgeübt, genau wie ein Handwerksberuf oder der Beruf einer HeilpraktikerIn.

Wenn man bedenkt, was von dem Honorar noch abgezogen wird (Raummiete, Heizkosten, Telefonkosten, Krankenversicherung, Wasser, Büromaterialien) erschließt sich der eigentliche Betrag, der viel geringer ist.


Ich biete Seminare für Hospize und sonstige Einrichtungen an, die Interesse an der Kombination Trauer-/Sterbebegleitung und Gesang/Musik haben: „Die kreative Kraft der Musik oder wer singen und lachen kann erschreckt sein Unglück.“ 

Beschreibung:

Es gibt eine unendliche Fülle an klugen, an weisen und sogar abstrusen Bemerkungen über Musik. Es scheint so viele Sichtweisen, Beschreibungen, Statements, wie Genres zu geben.

Das Gleiche betrifft Singen und seine Wirkung. Von „ich kann nicht singen“, bis hin zum Singen, das ausschließlich unter der Dusche oder beim Autofahren erschallt, reicht die Bandbreite. Wahrscheinlich „lassen“ wir lieber singen, denn sonst würden wir weder das Radio anschalten, noch streamen, noch unser „Lautgeben“ derart verstecken. Wir würden begeistert unsere eigenen Töne weit schallen lassen.

page1image42764320 page1image42762448

Dabei werden dem Singen und der Musik schier unermesslich- positive Wirkungen zugeschrieben:
– Menschen die singen, können keine Angst haben – sie sind monsterfrei!
– Singen hebt die Laune

– Musik kann den Cholesterinspiegel senken

– Beide Gehirnhälften reagieren auf Musik, weshalb sie sowohl bei Schlafstörungen, Depressionen, dementiellen und vielen anderen Erkrankungen eingesetzt werden kann. – Musik erreicht die Emotionen, das schaffen oftmals Worte nicht! Dadurch kann Sprachlosigkeit durchbrochen werden („Hörst du? Sie spielen „unser“ Lied“)

Singen und Musik sind Werkzeuge, auf deren Flügeln Begegnungen stattfinden können. Und niemand weiß, wohin der Klang – wodurch auch immer entstanden – verschwindet. Alle Klänge und ihre Schwingungen bewegen Moleküle und sprechen eine Sprache, die alle Menschen verbinden kann. Auch andere Klänge, die durch Klangschalen, durch Summen und andere gebildete Töne hervorgerufen wurden, können die Flügel sein, auf denen Emotionen und tiefe Ebenen der Seele gelockt und erreicht werden können.

„Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen“ Yehudi Menuhin

Das angebotene Zusatzseminar möchte den Teilnehmenden die verschiedenen Wirkungen von Singen theoretisch und praktisch nahebringen. Es eignet sich für alle Menschen, die neugierig auf diesen Zugang sind und Freude an Musik haben.

Inhalte des Seminars:
– Die emotionale und medizinische Auswirkung von Musik

– betrifft alles Lebendige – selbst Wasser

– praktisches Erleben durch gemeinsames Singen

– Beispiele aus der Trauergruppenarbeit

– Möglichkeiten des Einsatzes von Singen und Musik in der Sterbebegleitung

  • –  die Lieder verschiedener Kulturen
  • –  Begleitung von Menschen in Lebenskrisen und in der Sterbebegleitung durch den Einsatz der Stimme
  • –  nonverbaleKommunikationdurchSummen
  • –  die neurotherapeutische Bedeutung der Vibrationen und Schwingungen in der Krankheits- und Sterbebegleitung
  • –  Einführung in polyphone Gesänge und Bedeutung der Pentatonik als archetypische Klangmuster der Seele
  • –  kraftvolle Geschichten rund um Gesang und Musik
  • Leitung des Seminars:
    Anja Lerch, Sängerin, Musikerin, Sterbeamme
  • Kosten: € 280,00
    Dauer: 1 Wochenende, Samstag von 9-17 Uhr, Sonntag von 9-13 Uhr
  • Bitte mitbringen:
    – etwas zum Essen
    – bequeme Kleidung
    – Schreibzeug
    – vielleicht ein Sitzkissen
  • Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15 Personen

Sprechen Sie mich gerne an, ich freue mich über Ihre Nachricht: anja@anjalerch.de